Die drei Bauarten im direkten Vergleich
Bevor es um einzelne Modelle geht, lohnt die Frage nach der Bauart. Sie legt fest, wo Sie das
Gerät benutzen können, wie es mit Strom versorgt wird und wie groß die Füllkammer ausfällt.
Innerhalb einer Bauart unterscheiden sich Geräte dann vor allem bei Heizprinzip,
Temperaturregelung und Verarbeitung.
| Merkmal | Tragbar | Stationär | Pen |
| Einsatzort | zu Hause und unterwegs | nur am Tisch mit Steckdose | vor allem unterwegs |
| Stromversorgung | Akku, teils wechselbar; manuelle Geräte ohne Akku | Netzbetrieb | kleiner fest verbauter Akku |
| Heizprinzip in unserer Übersicht | 3× Konvektion, 4× Hybrid, 3× Konduktion | durchgehend Konvektion mit Gebläse | meist Konduktion |
| Temperaturwahl | von festen Stufen bis gradgenau | gradgenau oder per Drehregler | meist drei bis vier Stufen |
| Kammergröße | klein bis mittel | groß | sehr klein |
| Typische Preisklasse | alle drei Klassen | ab 200 Euro | bis 99 Euro |
In vier Fragen zur passenden Bauart
- Wo verdampfen Sie überwiegend? Wer das Gerät fast nur zu Hause nutzt,
sollte ein Tischgerät zumindest in Betracht
ziehen. Ohne Akku kann es ein kräftigeres Heizelement verbauen und die Temperatur über lange
Sitzungen halten.
- Wie oft benutzen Sie das Gerät? Bei gelegentlicher Nutzung sind die
Grenzen eines einfachen Geräts kaum spürbar. Wer täglich verdampft, merkt dagegen schnell,
ob sich Siebe und Dichtungen nachkaufen lassen und ob der Akku tauschbar ist.
- Wie wichtig ist Ihnen Diskretion? Pens und flache Geräte wie der PAX Plus
fallen in der Tasche kaum auf. Große Akkugeräte bieten mehr Laufzeit, sind aber deutlich
sperriger.
- Wollen Sie verschiedene Kräuter nutzen? Dann ist eine gradgenaue
Temperaturwahl sinnvoll, weil sich die passenden Bereiche je nach Pflanze unterscheiden.
Welche Werte üblich sind, steht im Beitrag zu
Kräutern für den Vaporizer.
So lesen Sie die Angaben in der Gerätetabelle
Die Tabelle weiter unten fasst die wichtigsten Herstellerangaben zusammen. Einzelne Werte
sind ohne Einordnung leicht misszuverstehen.
Heizprinzip
Konvektion erwärmt die Kräuter mit heißer Luft, Konduktion über den direkten Kontakt mit der
beheizten Kammerwand. Hybridgeräte kombinieren beides. Das Prinzip bestimmt, wie fein Sie
mahlen müssen und wie gleichmäßig das Material verdampft. Die Unterschiede im Detail erklärt
der Beitrag zu Konvektion und Konduktion.
Aufheizzeit
Die Angabe beschreibt, wie lange das Gerät bis zur Betriebstemperatur braucht. Sie hängt von
der eingestellten Temperatur, dem Akkustand und der Umgebung ab und ist deshalb ein
Richtwert. Beim manuellen DynaVap M7 XL ergibt sich die Zeit aus der Flamme oder dem
Induktionsheizer, nicht aus einer Elektronik.
Temperaturbereich
Ein breiter Bereich nützt nur, wenn Sie ihn auch fein ansteuern können. Ein Gerät mit vier
festen Stufen bis rund 215 Grad bietet weniger Spielraum als eines, das sich zwischen 100 und
240 Grad gradgenau einstellen lässt. Wie Sie die Temperatur sinnvoll wählen, erläutert der
Beitrag zur richtigen Temperatur.
Stromversorgung
Ein fest verbauter Akku altert mit jedem Ladezyklus, und irgendwann sinkt die Laufzeit
spürbar. Einen wechselbaren Akku haben in unserer Übersicht Arizer Air Max und XMAX Starry V4. Wie
Sie einen fest verbauten Akku schonen, steht im Beitrag zur
Akkupflege.
Typische Fehler bei der Geräteauswahl
- Nur nach Dampfmenge entscheiden. Große Dampfwolken sagen wenig darüber,
wie gleichmäßig ein Gerät erhitzt und wie gut es sich reinigen lässt.
- Die Reinigung unterschätzen. Lässt sich der Luftweg nicht zerlegen, setzen
sich Rückstände fest, die den Geschmack verändern. Wie aufwendig die Pflege ist, zeigt der
Beitrag Vaporizer reinigen.
- Ein Konduktionsgerät mit grobem Material betreiben. Bei Kontaktwärme
verdampfen grobe Stücke ungleichmäßig. Ein Grinder gehört
bei diesen Geräten praktisch zur Grundausstattung.
- Den Pen als vollwertigen Ersatz für ein Akkugerät sehen. Die kleine Kammer
und die festen Stufen sind für gelegentliche Nutzung ausgelegt, nicht für längere
Sitzungen.
Technik verstehen, ohne Fachjargon
Neben den Bauarten gibt es Merkmale, die quer über alle Gruppen hinweg vorkommen. Ob ein Gerät
die Kammer für eine ganze Sitzung warm hält oder nur beim Zug heizt, erklärt der Beitrag zu
Session oder On-Demand. Wie Geräte ganz ohne
Akku funktionieren, beschreibt die Seite über
Vaporizer ohne Akku, und welche Rolle Glas,
Keramik und Edelstahl spielen, steht unter
Materialien im Luftweg.
Beiträge zur Gerätetechnik
Alle Geräte in einer Tabelle
Die Angaben stammen aus Herstellerdokumentation. Preise führen wir bewusst als Klasse, weil
Straßenpreise stark schwanken.
Alle Geräte als Karten
Empfehlung der Redaktion Storz & Bickel
- Bauart
- Tragbarer Vaporizer
- Heizprinzip
- Hybrid
- Aufheizzeit
- ca. 20 Sekunden
- Temperatur
- 40 bis 210 Grad
Das aktuelle Spitzenmodell des deutschen Herstellers. Der einstellbare Zugwiderstand ist das Merkmal, das es von älteren Geräten der Serie abhebt.
Allrounder Storz & Bickel
- Bauart
- Tragbarer Vaporizer
- Heizprinzip
- Hybrid
- Aufheizzeit
- ca. 60 Sekunden
- Temperatur
- 40 bis 210 Grad
Gilt seit Jahren als Referenz bei tragbaren Geräten. Groß und schwer, dafür ausdauernd.
Storz & Bickel
- Bauart
- Tragbarer Vaporizer
- Heizprinzip
- Hybrid
- Aufheizzeit
- ca. 60 Sekunden
- Temperatur
- 40 bis 210 Grad
Die kleine Variante für alle, denen der Mighty+ zu klobig ist. Bedienung ohne Display, Feineinstellung läuft über die App.
Empfehlung der Redaktion Storz & Bickel
- Bauart
- Stationärer Vaporizer
- Heizprinzip
- Hybrid
- Aufheizzeit
- ca. 40 Sekunden
- Temperatur
- 40 bis 230 Grad
Der Klassiker unter den Tischgeräten in seiner aktuellen Ausbaustufe. Anschaffung ist hoch, die Lebensdauer entsprechend lang.
Storz & Bickel
- Bauart
- Stationärer Vaporizer
- Heizprinzip
- Konvektion
- Aufheizzeit
- bis zu 5 Minuten
- Temperatur
- 130 bis 230 Grad
Die Ur-Version mit Drehregler. Wer keine Elektronik braucht, bekommt hier das langlebigste Konzept der Serie.
Arizer
- Bauart
- Stationärer Vaporizer
- Heizprinzip
- Konvektion
- Aufheizzeit
- ca. 1 Minute
- Temperatur
- 50 bis 220 Grad
Günstigerer Einstieg in die Tischgeräte-Klasse mit Gebläse. Verarbeitung liegt unter Storz & Bickel, das Dampfergebnis ist solide.
Allrounder Arizer
- Bauart
- Tragbarer Vaporizer
- Heizprinzip
- Hybrid
- Aufheizzeit
- unter 60 Sekunden
- Temperatur
- 50 bis 220 Grad
Der wechselbare Akku ist das Argument: Ist er nach Jahren müde, tauscht man ihn statt das Gerät.
PAX
- Bauart
- Tragbarer Vaporizer
- Heizprinzip
- Konduktion
- Aufheizzeit
- ca. 22 Sekunden
- Temperatur
- vier Stufen bis ca. 215 Grad
Das diskreteste Gerät im Feld. Konduktion heißt: schnelles Aufheizen, dafür muss feiner gemahlen und gleichmäßiger gepackt werden.
Preistipp Fenix
- Bauart
- Tragbarer Vaporizer
- Heizprinzip
- Konvektion
- Aufheizzeit
- ca. 30 Sekunden
- Temperatur
- 100 bis 240 Grad
Viel Ausstattung für die Mittelklasse. Gradgenaue Einstellung findet man in dieser Preisklasse selten.
Wolkenkraft
- Bauart
- Tragbarer Vaporizer
- Heizprinzip
- Konvektion
- Aufheizzeit
- ca. 30 Sekunden
- Temperatur
- 160 bis 220 Grad
Solides Mittelklassegerät einer europäischen Marke. Die gute Ersatzteillage ist bei täglicher Nutzung ein echtes Argument.
Preistipp DynaVap
- Bauart
- Tragbarer Vaporizer
- Heizprinzip
- Konvektion
- Aufheizzeit
- wenige Sekunden mit Flamme
- Temperatur
- über Klick-Signal gesteuert
Völlig anderes Konzept: Erhitzt wird per Feuerzeug oder Induktionsheizer. Braucht etwas Übung, dafür gibt es keinen Akku, der altert.
Norddampf
- Bauart
- Tragbarer Vaporizer
- Heizprinzip
- Konduktion
- Aufheizzeit
- ca. 30 Sekunden
- Temperatur
- 100 bis 240 Grad
Einsteigergerät für alle, die erst einmal ausprobieren wollen, ob Verdampfen überhaupt das Richtige ist.
Preistipp XMAX
- Bauart
- Tragbarer Vaporizer
- Heizprinzip
- Konduktion
- Aufheizzeit
- ca. 20 Sekunden
- Temperatur
- 100 bis 240 Grad
Der Dauerbrenner unter den günstigen Geräten. Der 18650-Wechselakku macht es unabhängig von Akkualterung.
diverse
- Bauart
- Pen-Vaporizer
- Heizprinzip
- Konduktion
- Aufheizzeit
- meist unter 30 Sekunden
- Temperatur
- je nach Modell drei bis vier Stufen
Keine eigene Marke, sondern eine Bauform. Praktisch für unterwegs, aber kleine Kammer und einfache Temperatursteuerung setzen Grenzen.
Häufige Fragen
Welche Bauart eignet sich für den Einstieg?
Für den Einstieg reicht meist ein tragbares Gerät mit einfacher Bedienung und Display. Ein Pen ist günstiger, setzt durch die kleine Kammer und feste Temperaturstufen aber engere Grenzen. Ein Tischgerät lohnt sich erst, wenn klar ist, dass Sie regelmäßig zu Hause verdampfen.
Sagt die Aufheizzeit etwas über die Qualität aus?
Nur bedingt. Konduktionsgeräte heizen oft schneller auf, weil sie die Kammerwand direkt erwärmen. Eine längere Aufheizzeit bei Konvektion oder bei Tischgeräten ist kein Mangel, sondern Folge des Heizprinzips. Wichtiger ist, ob die Temperatur während der Sitzung stabil bleibt.
Warum stehen in der Tabelle Preisklassen statt Preise?
Straßenpreise ändern sich je nach Händler, Aktion und Modelljahr oft binnen Wochen. Eine Preisklasse bleibt dagegen über längere Zeit gültig und reicht für die Orientierung, in welchem Budgetbereich ein Gerät liegt.
Ist ein Pen-Vaporizer dasselbe wie eine E-Zigarette?
Nein. Ein Pen-Vaporizer für Kräuter erhitzt getrocknetes Pflanzenmaterial, eine E-Zigarette verdampft eine Flüssigkeit. Bauform und Größe ähneln sich, Technik und rechtliche Einordnung unterscheiden sich.
Stand der Angaben: 26. Oktober 2026.