Zum Inhalt springen
FreeSmoke

Storz & Bickel

Storz & Bickel Venty

Das aktuelle Spitzenmodell des deutschen Herstellers. Der einstellbare Zugwiderstand ist das Merkmal, das es von älteren Geräten der Serie abhebt.

Technische Einordnung

HerstellerStorz & Bickel
BauartTragbarer Vaporizer
HeizprinzipHybrid
Aufheizzeitca. 20 Sekunden
Temperaturbereich40 bis 210 Grad
StromversorgungAkku, USB-C mit Schnellladung
Preisklasse ab 200 Euro

Was das Gerät auszeichnet

  • regelbarer Luftzug über ein Stellrad
  • sehr kurze Aufheizzeit
  • gefertigt in Deutschland (Tuttlingen)

Bauweise und Heizprinzip

Der Venty ist das jüngste tragbare Gerät von Storz & Bickel und wurde im Herbst 2023 vorgestellt. Anders als die älteren Modelle Mighty+ und Crafty+ steht er nicht quer in der Hand, sondern ist ein schmaler, hochkant gebauter Riegel mit ausklappbarem Mundstück am oberen Ende. Laut Hersteller wiegt er rund 252 Gramm, das Gehäuse besteht aus PEEK, einem hitzebeständigen Hochleistungskunststoff.

Beim Heizprinzip beschreibt Storz & Bickel den Venty selbst als Kombination aus Konvektion und Konduktion: Eine neu entwickelte Mini-Heizung erwärmt die angesaugte Luft, zugleich wird die Füllkammer mitbeheizt. Das erklärt, warum schon der erste Zug Dampf liefert, ohne dass Sie lange ziehen müssen. Was die beiden Wärmewege in der Praxis bedeuten, erklärt der Beitrag Konvektion oder Konduktion.

Das eigentliche Unterscheidungsmerkmal ist der regelbare Luftstrom. Unter dem Mundstück sitzt ein Stellrad, mit dem Sie den Zugwiderstand stufenlos einstellen. Der Hersteller gibt bis zu 20 Liter pro Minute an, beim Mighty+ und Crafty+ sind es fest rund 10 Liter. Damit der Dampf bei viel Luft nicht dünner wird, misst ein Flowsensor den Unterdruck beim Zug und regelt die Heizleistung nach.

Bedienung: Tasten, Display und Web App

Bedient wird der Venty über drei Tasten und ein kleines LC-Display:

  • Ein-/Aus-Taste: Einschalten, Ausschalten und per Doppelklick die Booster-Stufen.
  • Plus und Minus: Temperatur gradgenau zwischen 40 und 210 Grad einstellen.
  • Display: Ist- und Solltemperatur, Ladestand, Statusanzeige (orange beim Aufheizen, grün bei Bereitschaft, dazu eine doppelte Vibration).

Ab Werk startet das Gerät mit 180 Grad. Ein Doppelklick aktiviert den Booster (plus 15 Grad), ein weiterer Doppelklick den Superbooster (plus 30 Grad gegenüber der Basis). Nach 90 Sekunden fällt das Gerät von selbst auf die Basistemperatur zurück. Das ist praktisch, um eine Füllung zum Ende hin auszuschöpfen, ohne die Grundeinstellung zu verändern. Wie Sie Temperaturen sinnvoll staffeln, steht in der Temperaturübersicht.

Die S&B Web App ist optional. Sie läuft im Browser über Bluetooth und dient vor allem für eigene Booster-Werte, Displayhelligkeit, Firmware-Updates und den ECO-Lademodus. Auf dem iPhone braucht es dafür einen Browser mit Bluetooth-Unterstützung, der Hersteller nennt Bluefy. Ohne App fehlt Ihnen im Alltag nichts Wesentliches.

Befüllung und Kammergröße

Die Füllkammer hat laut Hersteller ein Volumen von 1,4 Kubikzentimetern und eine harte Keramikbeschichtung. Zum Befüllen drehen Sie die Kühleinheit um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn und nehmen sie ab. Das Material wird bis zum Kunststoffrand eingefüllt, aber nicht festgedrückt. Gerade beim Venty ist das wichtig: Weil er stark auf den Luftstrom setzt, bremst eine verdichtete Füllung den Zug spürbar.

Für mittelfeines, gleichmäßiges Mahlgut sorgt ein Grinder. Dosierkapseln lassen sich verwenden, der Hersteller weist aber darauf hin, dass sie den Luftstrom beeinträchtigen können. Wer häufig kleine Mengen verdampft, sollte das ausprobieren, bevor er sich auf Kapseln als Standard festlegt.

Akku und Laden

Im Gehäuse arbeiten zwei fest verbaute Lithium-Ionen-Zellen im Format 18650. Geladen wird über USB-C. Mit dem optional erhältlichen Supercharger von Storz & Bickel erreicht der Akku laut Hersteller etwa 80 Prozent in 40 Minuten, mit schwächeren Netzteilen dauert es entsprechend länger.

Zwei Punkte sollten Sie vor dem Kauf kennen:

  • Kein Betrieb am Kabel. Der Venty unterstützt kein Pass-Through-Laden, weil er im Betrieb kurzzeitig mehr als 100 Watt zieht. Das liefert kein USB-C-Netzteil. Ist der Akku leer, muss das Gerät erst laden.
  • ECO-Lademodus. In der Web App lässt sich ein schonender Lademodus aktivieren, der den Stromfluss begrenzt. Er verlängert die Ladezeit, soll aber die Lebensdauer der Zellen schonen.

Da die Zellen fest verbaut sind, ist pflegliches Laden hier besonders sinnvoll. Hinweise dazu finden Sie im Ratgeber Vaporizer-Akku pflegen. Die automatische Abschaltung greift zwei Minuten nach dem letzten Zug oder Tastendruck.

Reinigung und Wartung

Der Luftweg des Venty besteht aus mehr Einzelteilen als bei einfachen Geräten: Mundstück, Drehdeckel, Kühleinheitsdeckel und -fuß, das Luftstrom-Stellrad, zwei Siebe und mehrere Dichtungsringe. Der Hersteller beschreibt folgende Routine:

  1. Nach jedem Gebrauch: Füllkammersieb und das Sieb der Kühleinheit mit dem Reinigungspinsel ausbürsten.
  2. Regelmäßig gründlich: Kühleinheit zerlegen. Die Teile entweder mindestens fünf Minuten in warmes Spülwasser legen oder höchstens eine halbe Stunde in Isopropylalkohol. Danach mindestens eine Minute unter fließendem Wasser spülen und vollständig trocknen lassen.
  3. Gehäuse: nur trocken oder mit einem leicht feuchten Tuch abwischen, vorher ausschalten und vom Kabel trennen.

Beim Zusammenbau gibt es eine typische Fehlerquelle: Der Dichtungsring am Luftstrom-Stellrad hat eine Oberseite (Markierung „TOP“). Sitzt er falsch oder ist ein Sieb nicht in seiner Nut, zieht das Gerät Nebenluft oder lässt Partikel durch. Siebe und Dichtungen sind Verschleißteile, Ersatz gibt es im Verdampfer-Zubehör.

Stärken und Schwächen

StärkenSchwächen
sehr kurze Aufheizzeit von rund 20 Sekunden (Herstellerangabe)kein Betrieb während des Ladens
Zugwiderstand stufenlos einstellbarAkkuzellen nicht vom Nutzer tauschbar
gradgenaue Einstellung direkt am Gerätmehr Kleinteile im Luftweg als bei Mighty+ und Crafty+
Booster-Stufen per DoppelklickTemperatur endet bei 210 Grad
schmale Bauform, liegt gut in der HandPreisklasse ab 200 Euro

Für wen sich der Venty eignet

Der Venty passt zu Ihnen, wenn Sie unterwegs oder zu Hause kurze, spontane Sitzungen schätzen und den Zug an die eigene Atmung anpassen wollen. Wer bisher bei anderen Geräten den Zugwiderstand als zu hoch empfand, profitiert vom Stellrad am meisten.

Weniger geeignet ist er, wenn Sie das Gerät oft am Netzteil betreiben möchten, etwa am Schreibtisch über lange Zeit. Auch wer möglichst wenig zerlegen und reinigen will, ist mit einem einfacher aufgebauten Gerät besser bedient. Ein Medizinprodukt ist der Venty nicht, er ist als Haushaltsgerät nach UL 8139 und IEC 60335-1 zertifiziert. Die Abgrenzung erklärt der Beitrag Vaporizer in der Medizin.

Alternativen im Sortiment

  • Storz & Bickel Mighty+: größer und schwerer, dafür am passenden Netzteil auch während des Ladens nutzbar. Fester Luftstrom.
  • Storz & Bickel Crafty+: deutlich leichter, Bedienung über eine Taste und die App, ohne Display.
  • Arizer Air Max: Wechselakku statt fest verbauter Zellen und Glasröhrchen im Luftweg, in einer niedrigeren Preisklasse.

Häufige Fragen

Kann ich den Venty benutzen, während er lädt?

Nein. Der Hersteller schließt Pass-Through-Laden aus, weil der Leistungsbedarf im Betrieb über dem liegt, was USB-C-Netzteile liefern. Laden und Benutzen wechseln sich also ab.

Wozu dient das Stellrad unter dem Mundstück?

Es regelt den Luftstrom und damit den Zugwiderstand. Wenig Luft ergibt einen strafferen Zug, viel Luft einen lockeren. Die Heizleistung passt sich laut Hersteller über einen Flowsensor an.

Wie oft muss die Kühleinheit gereinigt werden?

Die Siebe gehören nach jeder Sitzung ausgebürstet. Die gründliche Reinigung der zerlegten Kühleinheit richtet sich nach der Nutzung: Lässt der Geschmack nach oder wird der Zug schwerer, ist es Zeit. Mehr dazu im Ratgeber Vaporizer reinigen.

Brauche ich die App?

Nein. Temperatur, Booster und Superbooster sind vollständig am Gerät bedienbar. Die App ergänzt eigene Booster-Werte, Updates und den ECO-Lademodus.

Hinweis zu den Angaben

Die Daten oben sind Herstellerangaben und öffentlich dokumentierte Eigenschaften. Wir haben das Gerät nicht selbst im Labor vermessen und geben deshalb auch keine eigenen Messwerte aus. Preise nennen wir als Klasse, weil sich Straßenpreise laufend ändern.

Das Produktbild stammt aus dem Amazon-Partnerprogramm und zeigt das dort gelistete Angebot. Ausstattung und Lieferumfang können je nach Variante abweichen - maßgeblich ist die verlinkte Produktseite.

Ähnliche Geräte

Storz & Bickel Mighty+ Vaporizer Allrounder

Storz & Bickel

Mighty+

Bauart
Tragbarer Vaporizer
Heizprinzip
Hybrid
Aufheizzeit
ca. 60 Sekunden
Temperatur
40 bis 210 Grad
Preisklasse
ab 200 Euro

Gilt seit Jahren als Referenz bei tragbaren Geräten. Groß und schwer, dafür ausdauernd.

Storz & Bickel Crafty+ Vaporizer

Storz & Bickel

Crafty+

Bauart
Tragbarer Vaporizer
Heizprinzip
Hybrid
Aufheizzeit
ca. 60 Sekunden
Temperatur
40 bis 210 Grad
Preisklasse
ab 200 Euro

Die kleine Variante für alle, denen der Mighty+ zu klobig ist. Bedienung ohne Display, Feineinstellung läuft über die App.

Storz & Bickel Volcano Hybrid Vaporizer Empfehlung der Redaktion

Storz & Bickel

Volcano Hybrid

Bauart
Stationärer Vaporizer
Heizprinzip
Hybrid
Aufheizzeit
ca. 40 Sekunden
Temperatur
40 bis 230 Grad
Preisklasse
ab 200 Euro

Der Klassiker unter den Tischgeräten in seiner aktuellen Ausbaustufe. Anschaffung ist hoch, die Lebensdauer entsprechend lang.