Was das Gerät auszeichnet
- analoges Drehrad statt Elektronik
- sehr robuste, reparierbare Bauweise
- reiner Ballonbetrieb
Bauweise und Heizprinzip
Der Volcano Classic ist die analoge Ausführung des Volcano und das älteste Konzept im aktuellen Sortiment von Storz & Bickel. Äußerlich gleicht er dem Volcano Hybrid: ein kegelförmiger Sockel von 20 mal 20 Zentimetern Grundfläche und 18 Zentimetern Höhe, laut Hersteller rund 1,6 Kilogramm schwer. Der Unterschied liegt im Inneren. Der Hersteller beschreibt das Gerät als rein elektromechanisch, es gibt also weder Display noch Bluetooth noch Software.
Geheizt wird über Konvektion. Eine Heizung mit 100 Watt erwärmt einen Wärmetauscher, eine Pumpe mit 11 Watt drückt rund 12 Liter Luft pro Minute hindurch und weiter durch die aufgesetzte Füllkammer. Das Material berührt keine heiße Fläche, sondern wird von der durchströmenden Luft erwärmt. Was dieses Prinzip für die Vorbereitung bedeutet, erklärt der Beitrag Konvektion oder Konduktion.
Betrieben wird das Gerät nur am Netz. Es ist schutzgeerdet (Schutzklasse I), braucht also eine Steckdose mit Schutzkontakt.
Bedienung: Drehregler und Kippschalter
Die Bedienung kommt mit drei Elementen aus:
- Drehregler an der Vorderseite: wählt die Temperatur zwischen etwa 130 und 230 Grad.
- Kippschalter HEAT: schaltet die Heizung ein. Eine gelbe Kontrolllampe leuchtet, solange aufgeheizt wird.
- Kippschalter AIR: schaltet die Pumpe ein und aus.
Sobald die eingestellte Temperatur erreicht ist, erlischt die gelbe Lampe. Fällt die Temperatur im Wärmetauscher ab, heizt das Gerät nach und die Lampe geht wieder an. Dieses Ein- und Ausschalten ist normal. Der Hersteller nennt eine mögliche Abweichung der Verdampfungstemperatur von plus/minus 5 Grad.
Die Aufheizzeit ist der deutlichste Unterschied zum Hybrid. Je nach gewählter Stufe kann der Wärmetauscher laut Hersteller bis zu fünf Minuten brauchen, auf 180 Grad nennt die Produktseite etwa fünf Minuten. Das ist für ein Gerät, das zu Hause am festen Platz steht, meist kein Problem, sollte aber eingeplant werden.
Eine gradgenaue Einstellung gibt es nicht. Wer gern mit Temperaturen experimentiert, arbeitet mit der Skala des Reglers und merkt sich die Stellung, die zum jeweiligen Material passt. Orientierung bietet die Temperaturübersicht.
Ballonbetrieb im Detail
Der Volcano Classic ist für den Ballon gebaut. So läuft eine Füllung nach Herstellerangabe ab:
- Temperatur am Regler wählen und Heizung einschalten.
- Deckel der Füllkammer gegen den Uhrzeigersinn abnehmen, gemahlenes Material einfüllen, Deckel wieder aufschrauben.
- Wenn die gelbe Lampe erlischt, Kammer aufsetzen und das Material einige Sekunden vorwärmen.
- Ballon straff ziehen und senkrecht auf die Kammer setzen, bis er einrastet. Das öffnet das Ventil.
- Pumpe einschalten und den Ballon nur so weit füllen, wie Sie in den nächsten zehn Minuten nutzen. Nicht prall füllen.
- Pumpe aus, Ballon samt Kammer am strukturierten Griff abnehmen, Ballon abtrennen und das Mundstück aufstecken.
Inhaliert wird, indem Sie das Mundstück leicht mit den Lippen eindrücken. Lassen Sie los, schließt das Ventil. Die Füllkammer sollte nie auf dem heißen Luftauslass stehen bleiben, solange die Heizung läuft und kein Ballon befüllt wird.
Der Volcano Classic ist laut Hersteller sowohl mit dem Easy-Valve- als auch mit dem älteren Solid-Valve-System kompatibel. Easy Valve ist wartungsärmer, die Ballons werden etwa alle zwei Wochen getauscht. Solid Valve ist zerlegbar und auf lange Nutzung mit Ersatzteilen ausgelegt, braucht dafür mehr Pflege.
Kammergröße und Dosierkapseln
Die Füllkammer fasst 6,5 Kubikzentimeter, etwa 600 Milligramm. Sie muss nicht vollständig gefüllt werden. Für kleine Mengen gibt es einen Dosierkapsel-Adapter, der anstelle des Füllkammerzylinders eingesetzt wird. Die Kapseln lassen sich vorab befüllen und in einem Magazin aufbewahren. Ein gleichmäßiger Mahlgrad aus einem Grinder sorgt dafür, dass die Luft das Material gleichmäßig durchströmt.
Reinigung und Wartung
Weil der Volcano Classic keine Elektronik im Luftweg hat, beschränkt sich die Pflege auf wenige Teile:
- Füllkammer und Deckel: regelmäßig zerlegen. Das obere Sieb wird mit dem Stiel des Reinigungspinsels herausgedrückt, Deckelring abziehen, Deckelzylinder nach unten herausschieben. Bei der Kammer den Zylinder nach oben herausdrücken; dabei fallen drei Füllkammerclips heraus, die beim Zusammenbau wieder in ihre Öffnungen gehören.
- Reinigungsmittel: Isopropylalkohol mit Papier- oder Baumwolltüchern oder warmes Wasser mit Spülmittel. Vorher abkühlen lassen.
- Luftfilter: sitzt am Boden des Geräts. Der Hersteller empfiehlt, ihn alle vier Wochen auf Verschmutzung zu prüfen.
- Gehäuse: nur mit einem feuchten, weichen Tuch und bei Bedarf mildem Seifenwasser. Keine Scheuermittel, Metallbürsten oder Nadeln.
Vor jedem neuen Ballon und bevor eine andere Person das Gerät nutzt, sollte die Kammer gereinigt werden. Allgemeine Intervalle finden Sie im Ratgeber Vaporizer reinigen.
Stärken und Schwächen
Der Volcano Classic passt zu Ihnen, wenn Sie ein Tischgerät suchen, das ohne App und Updates auskommt und auf Jahre ausgelegt ist. Wer sich mit dem Ballonbetrieb anfreundet und nicht jede Sitzung auf das Grad genau einstellen will, bekommt hier ein sehr robustes Konzept.
Weniger geeignet ist er, wenn Sie spontan verdampfen möchten und nicht minutenlang aufheizen wollen, oder wenn Sie Wert auf direkte Züge über einen Schlauch legen. Dann ist der Hybrid die bessere Wahl. Einen Überblick über Tischgeräte bietet die Seite Stationäre Vaporizer.
Nein. Er ist rein elektromechanisch aufgebaut, Heizung und Pumpe schalten Sie über die beiden Kippschalter, die Temperatur über den Drehregler. Schalten Sie die Heizung nach der Sitzung über den Kippschalter aus.
Das zeigt das Nachheizen des Wärmetauschers an, sobald die Temperatur leicht sinkt. Es ist kein Fehler.
Storz & Bickel sieht für den Classic nur den Ballonbetrieb vor. Wer Ballon und Schlauch an einem Gerät möchte, findet das beim Volcano Hybrid.
Der Hersteller empfiehlt eine Sichtkontrolle alle vier Wochen. Dazu den Filterdeckel am Boden gegen den Uhrzeigersinn drehen und den Filter herausnehmen.
Die Daten oben sind Herstellerangaben und öffentlich dokumentierte Eigenschaften. Wir haben
das Gerät nicht selbst im Labor vermessen und geben deshalb auch keine eigenen Messwerte
aus. Preise nennen wir als Klasse, weil sich Straßenpreise laufend ändern.
Das Produktbild stammt aus dem Amazon-Partnerprogramm und zeigt das dort gelistete
Angebot. Ausstattung und Lieferumfang können je nach Variante abweichen - maßgeblich
ist die verlinkte Produktseite.